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Knackiges Kurzprogramm an der Niersbrücke

Libero gewährt Revanche - Gewinnt Esprit d`Albigny sein siebtes Rennen in Serie ?

Auch wenn es kommenden Sonntag auf der Trabrennbahn in Mönchengladbach nur sechs Rennen zu sehen gibt, so hat die kleine, aber feine Rennkarte durchaus ihren Reiz, denn viele frische Sieger geben sich hier die Klinke in die Hand.

Allen voran natürlich Esprit d`Albigny, der seit sechs Rennen keinen Bezwinger mehr gefunden hat und perfekt ins erste Band dieser TF Prüfung passt. Dafür dass es kein Selbstläufer für den Fuchswallach wird, sollte in erster Linie Chance Classique sorgen, die über die beste Klasse im Feld verfügt, aber 50 m Zulage ausgleichen muss. Besser postiert ist von der Grundmarke Esebio d`Ourville . Der Wallach hat seit Jahresanfang kein TF Rennen an der Niersbrücke verpasst und wird sicherlich wieder gutes Geld mitnehmen. Vor einigen Wochen hätte man Declic Julry hier noch nicht mal Außenseiterchancen eingeräumt, doch hat sich der Sechsjährige nach einem Trainerwechsel zu Jochen Holzschuh kontinuierlich verbessert und ist zu einem ernsthaften Siegkandidaten geworden.

Eine sehr spannende Revanchepartie könnte das vierte Rennen werden, denn hier trifft der frische Sieger Libero mit Nick Schwarma erneut auf Edwin Hornline und Hercules Petnic. Vor Wochenfrist entschied die Angriffslust und das taktische Geschick von Nick Schwarma das Rennen zugunsten von Libero. Da zwischen diesen drei sehr leistungsstarken Pferden nicht viel liegt ist eine Formumkehr alles andere als ausgeschlossen.

Wäre Candyman Hornline Profiradsportler würde man ihn sicherlich als Edelhelfer bezeichnen, denn der treue Wallach bringt nicht nur immer Topleistungen sondern spielt oft eine wichtige Rolle wenn es im Rennen darum geht einen Stallgefährten etwas zu unterstützen, so überließ er noch vor wenigen Wochen einer jungen Traberdame gallant ein gutes Plätzchen an der Innenkante. Heute ist er nach Form und Fahrerchip die Nummer eins im Stall und hätte einen Sieg redlich verdient. Verhindern wollen das in erster Linie Power Point und Fiobano. Letzterer hat auf den C- Bahnen wieder zu Form und Moral gefunden und sollte bei voller Motivation eine scharfe Klinge schlagen. Auch Power Point zeigte beim frischen Sieg in Bedburg - Hau dass nun wieder mit ihm zu rechnen ist.

Richtig voll hinter dem Startwagen wird es im dritten Rennen, denn nicht weniger als elf Gespanne machen sich hier auf die 2.100 m lange Reise. In dieser Prüfung mit Viererwette spricht vieles für ein Duell der frischen Sieger Versace Diamant ( Tom Karten ) und Floris van Egmont ( Christoph Pellander ), die mit perfekten Startnummern in die Partie gehen werden. Der phlegmatische Donna Leone H, die beständige A Magic Quick und die nicht immer ihr wahres Leistungsvermögen abrufende I`myournightmare machen dieses Rennen zu einer kniffligen Aufgabe für die Wetter.

Gut angenommen wurde in der Vorwoche die erstmals durchgeführte V6 Wette, die am Sonntag gleich mit dem ersten Rennen startet und vom Papier her deutlich schwerer aussieht als am vergangenen Sonntag. Zum Auftakt wäre Winslet mit Christoph Pellander nach Winterform sicherlich das zu schlagende Pferd, doch hat die derzeit in der Wertung zum Mönchengladbacher Pferd des Jahres führende Stute etwas nachgelassen, so dass der mit seinem Besitzer Nico Böker sehr gut bewährte Graf Bismarck und der laufgewaltige, aber etwas launische Whatawonder mit Pia Ahokas vom Chronisten als chancenreicher angesehen werden.

Das meiste Kopfzerbrechen bei Ausarbeitung der V6 dürfte wohl das fünfte Rennen bereiten, denn mit Ausnahme von Alterspräsident Django Lobell darf man hier alle anderen Teilnehmer ins Kalkül ziehen. April April siegte hier in der Vorwoche mit Ralf Oppoli, profitierte aber auch davon, dass die lange führende Caroline Sue in der Distanz zunehmend Mühe hatte ihr Geläuf zu halten, nach außen driftete und kurz vor dem Ziel ansprang. Ollivander begleitete unterwegs seine Stallgefährtin Caroline Sue und kam schon im Schlussbogen bei stark anziehendem Tempo von den Beinen.

Messi Hazelaar ist zu seinem Ausbilder zurückgekehrt, er verfügt über genügend Laufvermögen um eine solche Aufgabe zu lösen, doch ist es Trainer und Hufschmied bislang noch nicht gelungen die perfekte Balance für den Wallach zu finden. Eine sehr interessante Kandidatin sollte Prime of Life sein, die im Frühsommer schon gute Ansätze zeigte und nach einer Pause mit Wiedereinsteiger Markus Bock eine scharfe Klinge schlagen sollte.

Start des ersten Rennens ist um 14.12 Uhr.

© Verein zur Förderung des Rheinischen Trabrennsportes e.V. 2018