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Nachschau Sonntag 26. Mai 2022

Lightning H Boko schießt zu Vatertag den Vogel ab

Neun Rennen standen am Vatertag in Mönchengladbach auf der Tageskarte. Neben zahlreichen Favoritensiegen gab es auch den einen oder anderen nicht ganz erwarteten Ausgang.

Gleich zum Start der 1-Euro-V6 mit High Rollers 12.500 Euro-Garantie dürften die meisten Favoritenwetter Schnappatmung bekommen haben, denn weder Macci Marcelino (Marciano Hauber), noch Jade Stardust (Robbin Bot) oder Velten Coco Chanel (Simon Woudstra) kamen hier zum Zuge, sondern die als Riesenaußenseiterin ins Rennen gegangene Lightning H Boko. Und obwohl sich Trainer und Fahrer Kees Hetteling zuvor bereits mit Kiekeboe als Zweiter angekündigt hatte, wurde die Clint W Boko-Stute am Toto einmal mehr sträflich vernachlässigt. Nachdem Jade Stardust und Velten Coco Chanel nach frühen Fehlern raus aus der Partie waren, fand Macci Marcelino unterwegs einen aufwändigen Rennverlauf, der viel Kraft kostete. So kam der letztlich in Dinslaken siegreiche Favorit an der letzten Ecke nicht mehr mit und musste passen. Die vom Fleck weg führende Lightning H Boko war auch im Einlauf stark genug um auch die zügig nachsetzenden Monami H (Tim Schwarma) und Love Heuvelland (Henk Grift) auf Distanz zu halten. Und wer dem Sieger einen Euro mit auf den Weg gegeben hatte, wurde noch fürstlich belohnt. Mit 21,8:1 € war die Siegerin somit die längste Außenseiterin des Tages.

Dies war dann aber auch schon der größte “Ausreißer” des Tages. Wie auch schon beim letzten Mönchengladbacher Rennmeeting stellte der Championatstall wieder die meisten Sieger, wenngleich Michael Nimczyk nicht am Platze war, sondern sich bereits auf dem Weg zum schwedischen Elite-Loppet befand. So mussten Wolfgang Nimczyk, Robbin Bot, Christoph Pellander, Thomas Maassen und Tom Karten in die Bresche springen, die allesamt ihre Sache gut machten und für insgesamt fünf Nimczyk-Siege- und Ehrenplätze sorgten.

Robbin Bot kam zum Auftakt mit dem favorisierten Heavy Enemy nach einer Galoppade zwar nicht zum Zuge, punktete aber gleich im Anschluß mit dem Ultrafavoriten Mister Ed Heldia, der einfach über dem Feld stand und sich auf den letzten entscheidenden 200 Metern auf “nimmer Wiedersehen” verabschiedete. Seinen zweiten Tagespunkt durfte Bot dann im “Tom Karten-Geburtstagsrennen” feiern. Mit dem beim Jahresdebut schon stark gelaufenen Waldgeist hielt er hier den Teamgefährten WalkofFame Diamant (Wolfgang Nimczyk) sicher auf Distanz, der nach einem spritzigen Zwischensprint bis zum Schluß eine gute Figur machte und noch die lange führende Kosy Occagnes (Marciano Hauber) für Platz zwei abfing.

Christoph Pellander hatte gleich zwei Tageschancen, die er dann auch beide verwandeln konnte. Zum einen war es die hauseigene Pastors Girl, die in Front liegend die Gegnerschaft unterwegs “einschläferte”, um dann im Endfight nochmals so richtig loszulegen. Zwar bemühte sich der nachsetzende James Moko (Tom Karten) noch einmal mit aller Wucht, bekam aber gegen die immer wieder zulegende Pastors Girl keinen Stich. Seine zweite Siegfahrt trommelte Pellander dann mit der Jahresdebutantin La Vie en rose aufs Parkett. Die Stute hatte sich ebenfalls früh vor das Feld gesetzt, tat dort nie mehr als nötig und ließ der tapfer nachsetzenden Hactiva keine wirkliche Chance. Dahinter komplettierte Eisenberg (Tom Karten) die Wette, der nach einem frühen Fehler nicht besser abschneiden konnte.

Den fünften und damit letzten Nimczyk-Treffer fuhr Thomas Maassen heraus. In der sehr stark besetzten Abschlußprüfung teilte sich der Amateurchamp mit Favori de la Basle alles passend ein, der den am Toto deutlich kürzer stehenden Versace Diamant nach Fotofinish in die Knie zwang. Damit beendete auch Tom Karten den Renntag sehr zufriedenstellend, auch wenn er dieses Mal keinen Sieger stellen konnte.

Die weiteren Sieger des Tages waren Orkan Bo (Marciano Hauber), der nach dem Ausfall von Heavy Enemy mit nicht weniger als sieben Längen nach Hause kam. Der talentierte Nachwuchsmann pilotierte dann auch noch die in diesem Jahr noch sieglose Lazy Breeze siegreich über die Linie und blieb damit vor Major Sheba H (Tim Schwarma) und dem Riesenaußenseiter Gerson Boko, womit auch Kees Hetteling einmal mehr seine gute Form unter Beweis stellte. Etwas gutzumachen hatte die zuletzt enttäuschende Ibiza Newport, die dieses Mal den guten Eindruck aus der Qualifikation vollauf bestätigte und von der Spitze aus mit ihrem Trainer Henk Grift den ersten Erfolg ihrer Laufbahn verbuchen konnte.
(mg-press|do)

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