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Der Oer- Erkenschwicker siegt mit Khalid und Noelani

Dieter Kerbaum ist der Mann des Tages

Das gibt es mittlerweile sehr selten im deutschen Trabrennsport, nämlich dass ein echter Hobbyfahrer gleich zwei Prüfungen an einem Tag mit im Mitbesitz befindlichen Pferden erringt. Diese Kunststück gelang an diesem trotz voller Felder eher schwach besuchten Samstagnachmittag Dieter Kerbaum.
Zunächst schickte er Khalid beizeiten an die Spitze, hielt das Tempo über die 2.600 m Distanz durchweg hoch und siegte überlegen in bemerkenswerten 1.15,4 gegen den Favoriten Out of the Slums und dessen Stallgefährtin Laura Vici. Einmal Blut geleckt ging Dieter bei seiner zweiten Fuhre mit Noelani noch offensiver vor. Trotz Startnummer acht schoss die Vierjährige noch vor dem ersten Bogen an Irabelle vorbei an die Tete und legte gleich einen großen Abstand zwischen sich und der Konkurrenz. Wer gedacht hätte die Vierjährige würde das nicht durchhalten hatte sich gründlich getäuscht, denn die Brioni Tochter zog voll durch und ließ Red Lover und Sarina B nicht ansatzweise auch nur in ihre Nähe kommen.

Der junge Niederländer Niels Jongejans war auch diesmal wieder sehr erfolgreich in Mönchengladbach. Mit der vierjährig nun viel gefestigteren Velten Valerie dominierte er in starken 1.16,2 / 2.100 m gegen die ebenfalls bestens gefallenden Gladys Knight und Versace Diamant. Ein paar Rennen später sprang er als Catchdriver für den erkrankten Michael Hendrikx ein. Mit Joe Cocker hatte er zunächst ein sehr verdecktes Rennen an der Innenkante und konnte auf der letzten Überseite günstig in die Angriffsspur wechseln. Der besserklassige Vierjährige hatte dann überhaupt keine Mühe die tapfere Pilotin Heras Grand Dame noch überlegen auf den Ehrenplatz zu verweisen. Dritter Doppelsieger des Tages war Michael Nimczyk, der sich mit Amaja über die Meile in Tagesbestzeit von 1.14,5 gegen den lange führenden Velten Roncalli (Niels Jongejans)und den gefällig endenden Elton Sautonne durchsetzte. Auch bei Michaels zweitem Sieg mit Quick Winner erwies sich der Niederländer mit I Am Velten Scott als zäher Gegner und forderte der Neuerwerbung von Rainer Overbeck im Finish alles ab.

Auch beim zweitem Start zugunsten der Kinderkrebshilfe Düsseldorf setzte sich Hope For Children mit Frank Eickmann locker gegen Iowa River durch. Man darf aber nicht verschweigen, dass die Zweitplatzierte in routinierterer Hand dem ehemaligen Hellboy wohl mächtig Feuer unterm Hintern gemacht hätte. Wie sehr Good Game BR das neue Mönchengladbacher Geläuf behagt bekam man eindrucksvoll im letzten Amateurfahren des Tages zu sehen. Der Oberdorfer setzte sich mit Exprofi Frank Kelm trotz zweiter Startreihe schon beizeiten an die Spitze und lief den Gegnern in starken 1.14,8 auf und davon. In der Form seines Lebens läuft der bereits Zehnjährige Kalisco, der mit seiner Lieblingsfahrerin Julia Knoch das Feld Start - Ziel kontrollierte und keine Mühe hatte den durch einen Eisenverlust gehandicapten William Scott und Felinas Boy auf die Plätze zu verweisen. Kalisco`s Trainer Jochen Holzschuh sorgte mit der Französin Fame de Phyt`s für die größte Überraschung des Tages. Die bislang hauptsächlich durch Fehler und ein schwieriges Geläuf aufgefallene Stute verkniff sich jeden Fehltritt und verbesserte sich bei ihrem leichten Sieg gegen Pokerface PS und Blacksmith auf 1.17,4. Die verbliebenen Prüfungen sicherten sich Let`s Twist a Lot (Björn Spangenberg), der über die Langstrecke trotz schnellen 1.15,9 noch nicht mal ans Limit gehen musste und Esprit d`Albigny (Robbin Vercammen), der allerdings von einer späten Galoppade der scheinbar uneinholbar führenden Fanny Hill profitierte.

Der nächste Renntag in Mönchengladbach ist ein PMU Lunchtermin am Mittwoch den 18. September, Rennbeginn ist 12.00 Uhr.

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